OPC Fachbuch – Vorwort

Vorwort von Dr. Reinhold Achatz, Vice President OPC Foundation und Corporate Vice President Siemens
Seit über 10 Jahren bietet die OPC Foundation mit großem Erfolg eine Schnittstelle an, die Steuerungssystem und Steuerungsebene verbindet. Interoperabilität war dabei von Anfang an zentrales Thema. Das Konzept unterstützt die Übermittlung von Informationen nicht nur zwischen den verschiedenen Unternehmensebenen, sondern darüber hinaus auch zwischen den Komponenten und Geräten unterschiedlicher Hersteller in der Fertigungsindustrie wie auch in der Prozessindustrie.
Mit der OPC Unified Architecture (UA) erweitert sich der Geltungsbereich der Schnittstellenbeschreibung, so dass er inzwischen weite Bereiche des Unternehmens umfasst. In die neue Schnittstellenbeschreibung fließt auch das Paradigma der Service Oriented Architectures (SOA) mit ein. Dadurch wird eine durchgängige Kommunikation von der Feldebene bis hin zur Ebene der Manufacturing Execution Systems (MES) branchenübergreifend realisiert. Ein weiterer Schwerpunkt der neuen UA Schnittstellenbeschreibung liegt auf der Plattformunabhängigkeit. Daneben nehmen auch Skalierbarkeit, Zuverlässigkeit sowie die Bereitstellung einer umfassenden Reihe von Services einen hohen Stellenwert ein.
Der Autor des vorliegenden Buches, Jürgen Lange, hat kontinuierlich zur OPC Schnittstellenbeschreibung beigetragen. Für dieses Buch ist es ihm gelungen, Hauptakteure der OPC Foundation für Beiträge zu gewinnen. Seine Bücher zeichnen sich insbesondere dadurch aus, dass sie die Implementierung von OPC klar und gut verständlich vermitteln. Dies ist ihm auch bei der neuen Auflage dieses Buches wieder hervorragend gelungen.
Dr. Reinhold Achatz
Vice President OPC Foundation
Corporate Vice President Siemens
Vorwort von Jim Luth, Technical Director der OPC Foundation
Gerne komme ich der Bitte nach, ein Vorwort zu diesem wichtigen Buch über OPC zu schreiben. OPC befasst sich schon lange mit der Entwicklung und Bereitstellung von Spezifikationen und Technologien, die es unseren Herstellern ermöglichen, interoperable Produkte erfolgreich in einer plattformübergreifenden Umgebung zu realisieren. Dieses Buch liefert eine solide Wissensgrundlage für Hersteller wie auch für Endbenutzer und vermittelt ein klares Verständnis von OPC – von den Anfängen bis hin zur OPC Unified Architecture.
OPC Unified Architecture bietet eine serviceorientierte Architektur, die die gesamte Funktionalität der bestehenden Classic, COM-basierten OPC Spezifikationen in einer einzigen Architektur vereint. OPC UA ist mit ihren umfangreichen Funktionen und Dienste eine vollständige und skalierbare Architektur die sichere und zuverlässige Interoperabilität garantiert. Bei der Gestaltung, dem Design und der Entwicklung von OPC UA haben über 30 engagierte Entwickler von mehr als 20 verschiedenen Unternehmen mitgewirkt, die eigentlich Konkurrenten am Markt sind. Der Schwerpunkt der Arbeiten lag auf der Erstellung einer kompletten Infrastruktur für plattformübergreifende Interoperabilität, damit Hersteller und Konsortien ihre jeweiligen Informationsmodelle einfach und problemlos für generischen Zugriff veröffentlichen können. Die Spezifikationsreihe, die im Zuge dieser herstellerübergreifenden Bestrebungen entwickelt wurde, ist so ausgelegt, dass sie äußerst komplexe Probleme löst und zugleich von den Herstellern einfach entsprechend der Funktionalität ihrer jeweiligen Produkte anzuwenden ist. Dank der skalierbaren Architektur von OPC, die durch sogenannte Profiles definiert ist, lassen sich bestehende OPC Produkte problemlos zur Unterstützung der erweiterten Funktionalität von OPC UA anpassen und modifizieren, einschließlich der Bereitstellung eines Transportmechanismus zum Austausch von Informationen über die Firewallgrenzen eines Unternehmens hinweg.
Der Datenzugriff bei Classic OPC war von Herstellern entwickelt worden, um ein Problem zu lösen, das den Transport von Daten von der Fabrikebene zu den Visualisierungsanwendungen auf der nächst höheren Ebene betraf. OPC UA hingegen wurde von Herstellern und Endbenutzern entwickelt, um Integrationsprobleme zu lösen, damit Daten und Informationen einfacher von Embedded Devices bis hinauf zu komplexen Anwendungen auf der Unternehmensebene ausgetauscht werden können. Dieses Buch zeigt auf, woher OPC kommt und wie der Leser die OPC Unified Architecture für sich nutzen kann.
Man kann nicht genug betonen, wie wichtig Hersteller sind, die Toolkits bereitstellen, um anderen Herstellern die Lieferung von Produkten zu erleichtern, die die OPC Technologie unterstützen. Der Autor dieses Buches ist selbst langjähriger Visionär in Sachen Interoperabilität, und das Unternehmen, in dem er beschäftigt ist, bietet ein Toolkit an, das es Herstellern wirklich ermöglicht, auf einfache Weise Produkte für die verschiedensten Märkte von Embedded bis Desktop zu erstellen und zu liefern.
Ich kann jedem nur empfehlen, dieses Buch zu lesen und es als Nachschlagewerk zum besseren Verständnis der OPC Technologie zu nutzen.
Bei dieser Gelegenheit möchte ich den Autoren für die Schaffung einer so umfassenden Wissensgrundlage danken, die unseren Endbenutzern und Herstellern den Wert der OPC Technologie verständlich vermittelt und zudem einen guten Überblick für Unternehmen bietet, die Produkte mit Unterstützung von Classic OPC bzw. OPC UA erstellen und verwenden möchten.
Jim Luth, Technical Director der OPC Foundation







